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Mein Kartenlegen Fortsetzungsroman: Versunkene Träume

Kapitel 6 Versunkene Träume bei Mein Kartenlegen

„Jossi, du bist doch nicht etwa der Esoterik verfallen?“
Senta, die vernünftigste und praktischste der Freundinnen, zeigte mit ihrer Gabel, auf der noch ein Rest Kirschstreuselkuchen klebte, auf die Neuangekommene. Jossi schüttelte entrüstet den Kopf. „Ich habe es völlig im Griff. Es ist ganz harmlos. Ich rufe nur ein- oder zweimal pro Woche bei einer Astro-Hotline an, und ich finde, die Tipps, die ich dort erhalte, sind gut. Lass mir doch mein Vergnügen.“ Die Skorpion-Natur in Jossi regte sich und konnte den Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen, ohne noch eine Spitze gegen Senta hinzuzufügen: „Das ist nichts anderes, als wenn du deine Ratgeberbücher kaufst, von denen wir alle wissen, dass du sie heimlich liest: wie man als erfolgreiche business woman weniger furchteinflößend auf Männer wirkt, und doch noch den richtigen Partner anzieht.
Bild zum Roman versunkene_traeume Kapitel 6

Du weißt, ich halte von dem amerikanischen Quatsch nichts.“ Jossi fühlte sich unbehaglich: sie war in der Erwartung gekommen, Freundinnen vorzufinden, doch sie stand unvermittelt vor einem Tribunal. Ihr Bauchgefühl hatte sie doch nicht getäuscht, es lag etwas in der Luft. Senta, die seit Jahren in der Computerbranche arbeitete, führte weiter aus, dass sie diese Portale kannte, weil sie die Technik dahinter kannte. „Es ist immer derselbe technische Aufbau, Jossi. Ob Anwaltshotline, Psychologenrat oder eben esoterische Lebensberatung – die Technik ist immer gleich. Die Inhalte sind verschieden. Bist du dir sicher, dass du dort gut beraten wirst?“ Jossi seufzte tief. Anwaltsrat per Telefon! Roland würde das sicher niemals tun. Seine Kanzlei ging so gut, dass er kaum Zeit und auch keine Lust hatte, um Klienten minutenweise per Telefon zu beraten, außerdem misstraute er Sondernummern. Als er zum ersten Mal eine Telefonnummer auf der monatlichen Abrechnung gesehen hatte, die er nicht zuordnen konnte, hatte er Jossi alles Erdenkliche unterstellt, bis hin zu einem heimlichen Liebhaber.

Jossi dachte nicht ohne ein gewisses heimliches Wohlgefühl daran zurück. Eifersucht, bedeutet sie nicht, dass der Partner einen noch liebt? War sie ihm doch nicht egal? Nun fiel Lotti in Sentas Redeschwall ein. „Lass doch Jossi in Ruhe. Kartenlegen ist eine alte Tradition, und ich finde, eine schöne Tradition. Bei uns zuhause, in Nijmegen, legen viele alte Omis die Karten, und viele Leute, auch Geschäftsleute, gehen heimlich hin, weil die Deutungen sehr gut sind. Es gibt zwar keiner zu, aber es wird gemacht – Kartenlegen und Astrologie wird sehr oft praktiziert, und es gehört zur Tradition. Warum nicht?“ Jossi blickte dankbar zu Lotti herüber. Sie war der Friedensstifter, wie so oft. Dennoch blieb die Stimmung gereizt und hellte sich auch im Weiteren nicht wirklich auf.

Die unermüdliche Frau Stern kam mehrfach diensteifrig vorbei und bot den Damen neuen Kuchen und Pralinen aus eigener Herstellung an, die einfach köstlich waren, die aber aus Kaloriengründen dankend abgelehnt wurden. Jossi versuchte, das Thema auf die Herbstmode zu bringen und auf die spannende Sitzung bei ihrer Kartenlegerin Venus von www.mein-kartenlegen.de , die ihr Konflikte angekündigt hatte. Doch niemand fragte nach, was genau die Tarot-Karten für sie ausgesagt hatten. Im Gegenteil, Senta machte Andeutungen, dass Strada den Kreis seit einiger Zeit, und besonders die Begegnung mit Jossi, direkt mied. Dass Strada gefragt hatte, ob Rolands Kanzlei auch Immobilienfälle übernehme, und eine Bemerkung gemacht hatte, dass er für sein Alter noch besonders gut aussehe. Ob irgendetwas dahintersteckte? Ob Jossi nicht lieber in ihrem Nahumfeld nach dem Rechten sehen sollte, statt in die Sterne zu blicken? Frauen! Man kann ihnen nie trauen, dachte Jossi frustriert. Früher als sonst, kurz vor fünf, fuhr sie vom enttäuschenden „Jour“ wieder nach Hause. Ermüdet parkte sie ihren weißen VW Tiguan, wie sie es gewohnt war, am Straßenrand, und schloss die Tür auf. Doch kaum war sie im Haus, hörte sie etwas…

Fortsetzung folgt...

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(*1) Hinweis zum Roman "Versunkene Träume": Die Handlung und alle handelnden Personen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder realen Personen wären rein zufällig. Alle Rechte vorbehalten. Der Roman "Versunkene Träume" ist urheberrechtlich geschützt. Sämtliche Verwertungshandlungen, insbesondere Vervielfältigung, Übersetzung, öffentliche Zugänglichmachung, Einspeisung in elektronische Medien, auch auszugsweise, dürfen nur mit ausdrücklicher, vorheriger schriftlicher Genehmigung des Seitenbetreibers erfolgen.