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Mein Kartenlegen Fortsetzungsroman: Versunkene Träume

Kapitel 16 Versunkene Träume bei Mein Kartenlegen

Ihr Herz hämmerte wie ein Presslufthammer. Sie wollte im ersten Impuls in ihr Schlafzimmer laufen, um schnell einige Kleidungsstücke zusammenzusuchen und sich anzuziehen, doch dann fiel ihr siedend-heiß ein, dass sie dazu erst wieder ins Obergeschoß steigen musste, während hier unten… vielleicht ihr Mörder auf sie wartete.
Bild zum Roman versunkene_traeume Kapitel 16

Erst Hubertus, dann Roland, vielleicht auch noch sie? Sie durfte keine Zeit verlieren, es ging um ihr Leben. Der Mörder war im Haus, irgendwo. Polina!, schoss es ihr wie ein Blitz durch den Kopf. Wo war nur ihre Haushaltshilfe, wenn man sie mal brauchte? Natürlich, montags hatte sie ihren freien Tag.

Und gerade heute hätte ihr, Jossi, die Gegenwart einer guten, vertrauten Seele geholfen. Vertraut? Vielleicht hing sie mittendrin im Komplott? Fieberhaft zog Jossi irgendein Paar Pumps aus dem Schuhschrank, stieg hinein und riss den nächstbesten langen Mantel vom Garderobenhaken. Es musste gehen. So war sie eben spärlich bekleidet, nur mit einem Bikini darunter. Was soll´s, dachte Jossi mit einem Anflug von bitterer Ironie, diese verwegene Nummer mit dem langen Mantel-drüber-und-fast-nichts-drunter hätte ihren Roland jetzt auch nicht mehr gereizt.

Denn der lag tot auf dem Boden des Schwimmbads, und der Täter oszillierte irgendwo im Haus. Die Polizei hielt sie offenbar für recht verwirrt und schenkte ihrem Anruf keinen Glauben. Sie suchte hektisch nach ihrem Autoschlüssel. Der kühle Septemberwind wehte durch die offene Terrassentür. Plötzlich hörte sie ein Geräusch. Es klang wie Schritte, schwere Männertritte auf der Treppe.

Mein Gott! Jossi ist nie gläubig gewesen, doch jetzt betete sie um ihr Leben. Sie verhandelte mit Gott: lass mich nur den Schlüssel finden, lass mich die Tür erreichen, lass mich ins Auto steigen… wo nur war die geistige Welt, wenn man Hilfe brauchte? „Ruf Erzengel Michael um Hilfe an“, hat sie oft in der esoterischen Lebensberatung von www.mein-kartenmlegen.de gehört. Michael, der Bewacher des Gartens Eden, der mächtige Engel mit dem Flammenschwert, wäre jetzt sicher der richtige Verteidiger gewesen.

Schade nur, dass er unsichtbar war, die sich unheimlich verdunkelnde Villa gerade definitiv kein Paradies und durchaus kein Engel-Medium in der Nähe, um ihn herbeizurufen. Endlich, nach Sekunden, die wie Ewigkeiten wirkten, hatte Jossi den Schlüssel zu ihrem weißen VW Tiguan in der Hand und hastete zur Haustür. Die Schritte folgten ihr, sie riss die Tür auf und rannte wie von Sinnen nach Draußen. Zum Glück hatte sie ihren Wagen nicht in der Garage gelassen, sondern am Straßenrand geparkt – denn in der Einfahrt stand nach wie vor Huberts blaugrüner BMW und hätte ihr das Herausfahren unmöglich gemacht.

Der Kies unter ihren Pumps knirschte unangenehm, als sie sich ihrem Wagen näherte. Schritte folgten ihr, und sie bemühte sich – wie ein Kind in der Geisterbahn – bloß nicht hinzusehen, nicht zurückzusehen. Mit einem einzigen Satz war sie auf ihrem Fahrersitz und startete den Motor. Polizei, wo zum Himmel ist nochmal schnell die Polizei in Völklingen? Jossi wohnte seit zwanzig Jahren hier, aber sie konnte sich beim besten Willen nicht erinnern, wo in diesem Ort die Polizeidienststelle war.

Sie fuhr aufs Geratewohl, nur weg von diesem schrecklichen Haus. Sie wagte nicht in den Rückspiegel zu sehen. Wer nur hasste ihren Gatten so sehr, dass er ihn aus dem Weg räumen wollte? Und wer war so skrupellos, dass er es offenbar auch auf sie abgesehen hatte – eine wehrlose Frau? Ein grauer Citroen mit abmontiertem Nummernschild folgte ihr, das Gesicht des Fahrers konnte sie nicht erkennen…

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(*1) Hinweis zum Roman "Versunkene Träume": Die Handlung und alle handelnden Personen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder realen Personen wären rein zufällig. Alle Rechte vorbehalten. Der Roman "Versunkene Träume" ist urheberrechtlich geschützt. Sämtliche Verwertungshandlungen, insbesondere Vervielfältigung, Übersetzung, öffentliche Zugänglichmachung, Einspeisung in elektronische Medien, auch auszugsweise, dürfen nur mit ausdrücklicher, vorheriger schriftlicher Genehmigung des Seitenbetreibers erfolgen.