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Mein Kartenlegen Fortsetzungsroman: Versunkene Träume

Kapitel 10 Versunkene Träume bei Mein Kartenlegen

Von unten drangen Geräusche von plätscherndem Wasser empor, und von Zeit zu Zeit hörte man einen schweren Aufprall, der wahrhaft gigantisch klang – Hubertus Feist, wie er leibte und lebte, sprang vom Beckenrand ins Wasser. Die Wasser-Verdrängungs-Theorie in Physik hatte Jossi früher niemals verstanden, obwohl es eins der einfachsten Gesetze der Physik ist: ein Körper verdrängt ebenso viel Masse im Raum, wie er selbst einnimmt.
Bild zum Roman versunkene_traeume Kapitel 11

Früher hatte Jossi immer gedacht, dass ein fetter Platscher von Hubertus ihren Pool im Handumdrehen ausleert, während das Wasser über den Beckenrand gehen müsste. Doch die Erfahrung hat sie eines anderen belehrt: auf wundersame Weise füllte sich das Becken wiederum, die Wasseroberfläche wurde wieder glatt und auch der Pegel sank wieder auf Normalmaß, sobald der fette Körper von Hubertus Feist, der seinem Namen alle Ehre machte, im kühlen Nass verschwunden war.

Ihr Gatte – im Vergleich zu Hubertus nur ein sprichwörtlicher Strich in der Landschaft – zog lineare Bahnen im heimischen Innen-Schwimmbad, während sein fetter Kanzleipartner japsend versuchte, zu kraulen oder butterfly zu schwimmen, was stets grässlich misslang und auch grässlich aussah. Sie konnte sich die beiden Helden durchaus bildlich vorstellen, wie sie jetzt da unten plantschen, wie Pat und Patachon. Nein, es war genug. Jossi war entschlossen: heute sollte die Wahrheit geschehen. Ja, Wahrheit geschieht. Wahrheit ist das, was geschieht, wenn man mit den Lügen aufhört. Diese Ehe war eine Lüge. Sie hasste Roland nicht. Sie war ihm dankbar. Er hatte viel mit ihr aufgebaut. Bessergesagt, er hatte eigentlich viel aufgebaut, und sie hatte es genutzt. Sie hatte ihm ihre besten Jahre geschenkt und sicher auch einiges im Gegenzug dafür erhalten.

Sie, die unsichere kleine Studentin aus der Provinz, deren Vater trank und deren Mutter depressiv wurde. Sie war froh, dem Muff ihres Elternhauses zu entkommen. Sie war stolz und fühlte sich auserwählt, als der erfahrene, um fünfzehn Jahre ältere Anwalt sich für sie interessierte. Jossi hat dieser Ehe viel zu verdanken. Nicht nur materiell. Sie ist gewachsen, innerlich. Und sie ist jetzt reif genug, um allein weiterzugehen. Allein, das heißt: es kommt nicht von heute auf morgen. Erste kleine Schritte der Abnabelung hat sie schon längst gemacht. Sie ist eben eine Skorpionin, ihr bedeutet Unabhängigkeit etwas.

Sie ist keine Frau, die sich von einem Mann dominieren lässt, viel eher lässt sie ihren astrologischen „Stachel“ denjenigen spüren, der sie bevormunden will. Pluto, ihr Geburtsherrscher unter den Planeten, ist in der griechischen Mythologie der Gott der Unterwelt, aber auch der verborgenen Schätze – so, wie sie der „Schatzmeister“ in ihrer Ehe ist. Seit ein paar Monaten hat sie zudem einen eigenen Job, auch wenn er vorerst nur ein Taschengeld bringt. Schließlich will sie nicht mehr Rolands ewigen Sermon von den zwei Füßen hören. Der geht etwa so: „Du hast zwei Füße, Josefine. Wozu brauchst du hundert Paar Schuhe?

Du kannst doch immer nur ein Paar tragen.“ Blödsinn! Jossi liebt schicke Schuhe. Seit sie ihren eigenen Job hat, muss sie nicht mehr nach einem Paar neue Stiefel oder Sandaletten fragen. Denn auch als Anwaltsgattin sieht sie es nicht ein, über einen Posten auf ihrer Kreditkartenabrechnung zu streiten. Wenn sie ein neues Paar von Louboutin mit roter Sohle will – sündhaft teuer, dann kauft sie eben eines: von ihrem eigenen Geld. Und es ist auch ihr Geld, wenn sie sich von Zeit zu Zeit den erschwinglichen Luxus einer esoterischen Lebensberatung von www.mein-kartenlegen.de gönnt und die Karten befragen lässt, was die Zukunft für sie parat hält. Doch all das sind nur kleine Aufmunterungen, Teileffekte. Sie weiß, es geht ums Ganze. Heute wird sie die Bombe platzen lassen…

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(*1) Hinweis zum Roman "Versunkene Träume": Die Handlung und alle handelnden Personen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder realen Personen wären rein zufällig. Alle Rechte vorbehalten. Der Roman "Versunkene Träume" ist urheberrechtlich geschützt. Sämtliche Verwertungshandlungen, insbesondere Vervielfältigung, Übersetzung, öffentliche Zugänglichmachung, Einspeisung in elektronische Medien, auch auszugsweise, dürfen nur mit ausdrücklicher, vorheriger schriftlicher Genehmigung des Seitenbetreibers erfolgen.