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Das mystische Tarot: Der Teufel

15. Tarotkarte: Der Teufel

 

Die Karte Numero Fünfzehn im Tarot ist der „Teufel“ und wird von vielen Menschen mit abergläubischer Furcht betrachtet. Dass dies so ist, hängt vom Erscheinungsbild dieser Figur ab: es ist der Teufel selbst, der behaarte und Feuer spuckende Satan oder Leviathan, der auf einem Thron in der Hölle sitzt, manchmal als eine furchterregende und vulgäre androgyne Gestalt mit männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen ausgestattet, zudem mit Hörnern und mit einem Pferdefuß. Es ist der alte Baphomet, der dunkle, gehörnte Gott Saturns, der seit der Antike von den Geheimgesellschaften verehrt wird, der Herrscher des Sabbats der Hexen und Magier, der Tod und Verderben bringt. Dass der „Teufel“ sinnbildlich stets auch die Menschen in Versuchung geführt hat und sie in Abhängigkeiten bringt, sieht man auf traditionellen Darstellungen dieser Tarot-Karte, denn oft hat der Herr des Hexensabbats zwei Menschen an sich festgekettet, die er in seiner Gefangenschaft hält.

 

Auf manchen modernen Tarot-Spielen ist die Darstellung des Teufels jedoch auch viel subtiler: das Crowley-Tarot etwa zeigt statt des traditionellen Teufels mit Schweif und Hörnern eine abstrakte Figur, die das Weltgebäude stürzen will. Die Zahl Fünfzehn ergibt in der Quersumme Sechs, oder 666, die Zahl des apokalyptischen Tiers, welches das Weltende andeutet. Genau darum geht es inhaltlich bei diesem Motiv, denn der „Teufel“ ist der ewige Widersacher in uns selbst, der gegen alles rebelliert, was Gesetz und Ordnung verlangen, und der, wie Nietzsche, eine „Umwertung aller Werte“ anstrebt. Manchmal hat diese Karte aber auch mit Sucht und Abhängigkeit zu tun – echter oder eingebildeter, denn wir denken uns oft, wir seien von Personen und Umständen abhängig, während es in Wirklichkeit gar nicht so ist. Führt uns jemand am Gängelband? Sind wir in eine Korruption verstrickt?

 

Führen wir uns selbst in die Irre? Oder verführen wir andere Menschen, indem wir ihnen falsche Versprechungen machen? Der Teufel des Tarots bedeutet als Ereigniskarte oft, dass wir innerlich frei werden müssen von Einflüssen und Fremdbestimmungen, und dass es bald eine Konfrontation geben wird mit Machtstrukturen, die wir ablegen wollen. Machtmissbrauch, Willkür und Intrigen kündigen sich so an, Verführung durch Sex und angebliche Macht über andere, Vorspiegelungen falscher Tatsachen zur eigenen Bereicherung, aber auch die innere Kraft, die Fesseln zu sprengen, wenn wir es nur wollen. Denn der Verführer sind letztlich wir selbst.


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